Dart Wurfanalyse – Sinnvoll oder Unsinn?

Ich glaube, es war ungefähr 2003 oder 2004 als ich mit Wurfanalysen angefangen habe. Seinerzeit waren die Kameras noch auf einem Niveau, dass 100 FPS Videos nur in stark gecropten Format und natürlich mit sehr, sehr viel Licht möglich waren. 🌞🌞Zudem gab es auf dem Softwaresektor keine nennenswerten Programme, die man sich leisten konnte.

Ich habe sehr viel Geld investiert, um mein Dartspiel durch eine Wurfanalyse zu verbessern. Manchmal haben wir uns auch zu zweit oder dritt getroffen, um gegenseitig die Analysen durchzugehen. Also das Geld war schlecht investiert.Obwohl ich aus anderen Sportarten Erfahrung hatte, blieben die Videos von unseren Würfen sehr lange Bücher mit sieben Siegel.


Im Laufe der folgenden Jahre habe ich mich dann immer weiter mit der Materie Dart und vor allem Dart Training beschäftigt. Ab 2011 hatte ich intensiven Kontakt mit Paul Gillings der Dart Performance Center betreibt. Das war für mich das erstmal, dass jemand sich mit Dart Training beschäftigt, dass abseits von „Killerinstikt hat man oder nicht“, „Du musst 8 Stunden spielen, um gut zu werden).

Hier wurden erste Trainingsansätze angesprochen, die weit über Spieletraining hinausging. Irgendwann ging das aber bei DPC auch in diese Richtung. Ab da habe ich mich intensiv mit Trainingslehre und Trainingsmethoden beschäftigt.Hier wuchs das Verständnis für die wichtigen Bestandteile des Wurfs.Trotzdem hat es noch Jahre gedauert und viele Wurfanalysen gedauert, bis ich so weit war mehr zu sehen, als nur einen Spieler, der einen Dart wirft.

Den größten Sprung meiner Entwicklung als Dart Trainer, war verschieden DOSB Ausbildungen im Bereich Koordination und eine Instruktorausbildung im ISHD (Skaterhockey). Gerade das Erlernen einer neuen Sportart war ein Mehrgewinn. Oft ist man nach vielen Jahren in einer Sportart, nicht mehr in der Lage auf die Probleme und offenen Fragen der Anfänger nachzuvollziehen. Klar, man weiß ungefähr wie es dem Spieler geht, aber durch die eigene Entwicklung ist man da nicht mehr so sensibilisiert.

Das macht es schwer, dem Gegenüber Anweisungen und Unterstützung zu geben. „Back to the roots“ ist hier eine hervorragende Maßnahme.So gesehen war es ein Gewinn für meine Tätigkeit als Dart Trainer. Die danach folgenden Ausbildungen im Bereich des Sport Mentaltrainings, haben dann den nächsten Schritt ergeben.

Durch Corona war ich plötzlich in der Lage viele Spieler online zu betreuen. Über Zoom gab es Online Trainings, Wurfanalysen, Mentalcoaching. Die Anzahl an unterschiedlichen Spielern und Aufgabenstellungen hat wiederum einen enormen Entwicklungsboost gegeben.

So gesehen kann ich behaupten das Dart Training und Dart Wurfanalysen eine enorme Herausforderung sind. Ich habe in den letzten 5 Jahren so viel dazu gelernt. Wenn ich sehe, was ich 2005 an Videomaterial angefertigt habe und wie wenig ich davon verstanden habe, freut es mich heute vielen Spielern mit meinem Wissen weiterhelfen zu können. Der Weg dahin war ein langer und teilweise sehr steinig. Es hat sich aber gelohnt.

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